Berkner, Andreas (Hg.) / Kulturstiftung Hohenmölsen (Hg.)
Bergbau und Umsiedlungen im Mitteldeutschen Braunkohlenrevier
Bestell-Nr 29-266
ISBN 978-3-86729-266-5
erschienen 25.02.2022
Auflage 1. Auflage 2022
Maße 25 x 28.5 x 4.6 cm
Umfang 528 Seiten
Abbildungen 1743 vorwiegend farbige Abbildungen
Gewicht 3000 g
Preis 49,80
Lieferstatus   Lieferbar

Bergbau und Umsiedlungen im Mitteldeutschen Braunkohlenrevier – mit diesem Titel erscheint erstmals ein Kompendium, das einem durchaus schwierigen Kapitel unserer Regionalgeschichte gewidmet ist. Seit 1925 gingen im Raum zwischen Gräfenhainichen, Bitterfeld, Delitzsch, Leipzig, Borna, Altenburg, Zeitz, dem Geiseltal, Halle und Nachterstedt insgesamt 140 Ortslagen ganz oder teilweise verloren, wovon rund 53.000 Menschen betroffen waren. Mit dem nunmehr anstehenden Strukturwandel und dem Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung hierzulande bis 2035 ist es Zeit für eine »abschließende Bilanz«. Das Buch geht von einer Einführung aus, die den Bogen von der Raumordnung über die Siedlungsentwicklung im Wandel der Zeiten bis zur Sozialverträglichkeit spannt und dabei auch Exkurse ins Rheinland, in die Lausitz, nach Helmstedt und in die Oberpfalz beinhaltet.

Daran schließen sich die auf umfangreiches Karten- und Bildmaterial gestützten Detaildarstellungen zu den Tagebauentwicklungen und zu den »Verlorenen Orten« an. Ergänzt werden diese durch »Themenspecials«, deren Bandbreite von Zeitzeugeninterviews über Analysen historischer Dokumente bis zu »Denkwürdigkeiten« vor Ort reicht. Herausgeber ist die Kulturstiftung Hohenmölsen, die selbst auf die 1998 abgeschlossene Umsiedlung der Gemeinde Großgrimma zurückgeht. Prof. Dr. Andreas Berkner als langjähriger Kenner der Bergbau- und Landschaftsentwicklung im Revier übernahm die Schriftleitung und damit die Koordination in einem umfassenden Netzwerk engagierter Heimatforscher, Betroffener, Bergleute und Wissenschaftler.


Inhalt
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Vorwort
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Einführung
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Auszug aus der Einleitung
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Leseprobe
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Zum Autor
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Rezensionen:

»Eigentlich hätten das drei dicke Bände werden können. Von der Logik her schon. Denn dieser wirklich dicke Band mit seinen über 500 Seiten lehnt sich in Format und Thema direkt an die drei Bände »Mitteldeutsches Seenland« von Lothar Eissmann und Frank W. Junge an. Er zeigt im Grunde, was der schönen Seenlandschaft vorausging: den Verlust hunderter lebendiger Dörfer. Und damit ganzer Kulturlandschaften. Aber wie erzählt man das? ...«
(Rezension von Ralf Julke / Leipziger Zeitung, 01.04.2022)