Blume, Patricia F. (Hg.) / Helm, Wiebke (Hg.)
Die Bücherfabrik
Geschichte des Leipziger Otto Spamer Verlages
Bestell-Nr 29-258
ISBN 978-3-86729-258-0
erschienen 17.11.2020
Auflage 1. Auflage 2020
Maße 23 x 15 x 1 cm
Umfang 144 Seiten
Abbildungen 55 teils farbige Abbildungen
Gewicht 443 g
Preis 23,00
Lieferstatus   Lieferbar

Eisenbahnen und Luftschiffe, Tiefseetaucher und Himmelsforschen, ferne Inseln und Lieschens kleine Welt, Flöhe und Kängurus, Experimente und Backanleitungen: Die Sachbücher aus dem Otto Spamer Verlag boten Jung und Alt eine beeindruckende Themenvielfalt. Bekannt und beliebt waren sie besonders wegen ihrer zahlreichen Illustrationen. Sie fanden ein Millionenpublikum quer durch alle Bevölkerungsschichten. Spamers Unternehmen zählte zu den bedeutendsten Verlagen des Deutschen Kaiserreichs – ein Verdienst, das vor allem auf dem Ideenreichtum und Geschick des namengebenden Firmengründers beruhte. Otto Spamer eröffnete 1847 seine Verlagsbuchhandlung in Leipzig und führte sie bis zu seinem Tod. Er war ein erfolgreicher Geschäftsmann, aber auch ein überzeugter und innovativer Wissensvermittler, der als wichtiger Wegbereiter des modernen Kinder- und Jugendsachbuchs gilt.

Der Verlag von Otto Spamer gilt als wichtiger Wegbereiter des modernen Sachbuchs. Leicht verständliche Texte und viele Abbildungen waren seine Spezialität und brachten den Erfolg. Er versorgte sein Publikum mit Wissen über fremde Länder, naturwissenschaftliche Entdeckungen, technische Erfindungen, historische Epochen, bedeutende Persönlichkeiten und vieles mehr.

Der 200. Geburtstag des Verlegers ist Anlass für die erste zusammenhängende Darstellung der Geschichte des Otto Spamer Verlages. Der Band führt in die Firmengeschichte ein, analysiert unternehmerische Strategien, stellt Sachbuchreihen und weitere Programmsegmente sowie Erfolgsautorinnen und -autoren vor. Er rückt aber auch diejenigen ins Licht, ohne die eine Bücherfabrik wie die Spamers nicht funktioniert hätte: die kleinen Angestellten des Buchgewerbes.

Mit Beiträgen von Patricia F. Blume, Peter Gutjahr-Löser, Thomas Keiderling, Anita Mayer-Hirzberger, Klaus-Ulrich Pech, Stella Šaric, Sebastian Schmideler, Anne Tänzer und Wiebke Helm.



Inhaltsverzeichnis
Als PDF herunterladen

Einleitung
Als PDF herunterladen

Leseprobe
Als PDF herunterladen



Rezension von Stephan Füssel in JuLit 2/2021:
Die Autor*innen »haben dem Verlag Spamer damit ein anschauliches Denkmal gesetzt«.

Rezension von Andreas Pehnke im Archiv für Geschichte des Buchwesens, Band 76, 2021:
»Der in allen Belangen fachlich und handwerklich bemerkenswert gestaltete Band erscheint in der mittlerweile umfänglichen Buchreihe ... zur Buch- und Verlagsgeschichte«.

Rezension im bindereport, 06/2021:
»Die hohe Sachkunde der Edition weisen Germanisten und Historiker, Kommunikations- und Medienwissenschaftler, Rechts- und Politikwissenschaftler als beteiligte Personen aus«.

Rezension von Ralf Julke in Leipziger Zeitung vom 12. Juni 2021:
»Ein Verleger, den es tatsächlich lohnt einmal kennenzulernen. Und ein mit Fleiß erarbeitetes Puzzle-Stück zur Geschichte der Buchstadt Leipzig, die in weiten Teilen noch immer Fragment ist«.


Die Herausgeberinnen des Bandes:

Patricia F. Blume
Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Anglistik an den Universitäten Leipzig und Brest (Frankreich). Lehrte und forschte als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Buchwissenschaft der Universität Leipzig in verschiedenen interdisziplinären und internationalen Projekten. Daneben Tätigkeit als Lektorin, seit Frühjahr 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Publikationen u. a. zur Verlagsmetropole Breslau, zur Leipziger Buchmesse in der DDR und zu ungelesenen Büchern, zudem Herausgeberin der ersten drei Bände der Flachware. Jahrbuch der Leipziger Buchwissenschaft. Stipendium der Klassik Stiftung Weimar, um die Unterlagen des Otto Spamer Verlages im Goethe- und Schiller-Archiv zu untersuchen.

Wiebke Helm
Studium der Germanistischen Literaturwissenschaft, Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Mitglied des Graduiertenkollegs Aufklärung – Religion – Wissen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Thyssen-Projekt Entwicklung der Bildikonographie in Wissen vermittelnder Kinder- und Jugendliteratur und Schullehrbüchern des 19. Jahrhunderts: ein Distant­Viewing Ansatz an der Universität Leipzig. Darüber hinaus als wissenschaftliche Redakteurin und Lektorin für verschiedene Verlage und Institutionen tätig. Forschungsschwerpunkt in der historischen Kinder- und Jugendliteratur, insbesondere des 18. und 19. Jahrhunderts sowie der DDR.