Grimma 1979
Aufzeichnungen von Gottfried Kipping
von Gottfried Kipping Dietrich Kipping und Horst Naumann (Hrsg.)
ISBN: 978-3-86729-067-8
1. Auflage 2010
Format: 14,8 x 21 cm
96 Seiten
25 einfarbige Abbildungen Broschur
Preis:
12,00 €

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Wie lebten, was erlebten und wie dachten Bürger der Stadt Grimma am Ende der ersten drei Jahrzehnte DDR? Wer, was vermag nach so einschneidendem Wandel
noch ein getreues Bild dieser 70er Jahre zu bieten? Manchmal hilft da der Zufall! Ein Alteingesessener, ein vielen bekannter Biologielehrer beschließt
auf seine alten Tage, Erinnerungen an die geliebte Stadt, seine Erlebnisse bei Spaziergängen und Wanderungen in und um Grimma aufzuschreiben. Gedacht
für seine beiden Söhne, bringt er mit diesen privaten Aufzeichnungen so viel Licht in Vergangenes, Vergessenes, Verdrängtes, Nachdenkenswertes für die
Allgemeinheit, dass eine Beschränkung des Aufgeschriebenen auf die eigene Familie unangebracht erschien. Gottfried Kippings Einblicke in Grimmaer
Verhältnisse zu DDR-Zeiten, in jüngste Geschichte seiner Heimatstadt dürften vor allem für diejenigen interessant sein, die diese Jahre miterlebt
haben, aber auch nutzbringend sein für die, die wissen wollen, wie es damals gewesen ist.
Nach dem Vorbild Curt Hensels, der 1941 das Bändchen »Unser Grimma vor 50 Jahren und wie es sich gewandelt hat« vorlegte, wird hier aus berufenem Munde
kritisch abwägend, aber auch humorvoll von vielerlei Gegebenheiten des Lebens berichtet. Wo es sich anbietet, wird die »gute alte Zeit« mit einbezogen,
auch weiter Zurückliegendes erinnert: Persönlichkeiten, Betriebe, Geschäfte, Einrichtungen, Bauwerke. Immer aber steht im Mittelpunkt das in den Augen
des Schreibers Wesentliche jenes Abschnitts der DDR-Geschichte: das Leben der Menschen in ihrem sozialen Umfeld. Ein hellwacher, unabhängiger Geist
führt die Feder. Vom Engagement Gottfried Kippings für den Naturschutz zeugen die fünf im Anhang zu findenden Beschreibungen von Wanderungen um Grimma,
die einen recht umfassenden Überblick über die damalige Vielfalt an Wildpflanzen und deren Gefährdungen geben. Landschaftliche Schönheit der Heimat und
Umweltsünden bieten genügend Stoff zum Nachdenken – auch heute noch.
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