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Aktuelles und Rezensionen im Sax-Verlag!

Besuchen Sie uns auf der Leipziger Buchmesse 2010 - Halle 5 - Stand B 202.
Wir freuen uns auf Sie!

Veranstaltungen:

  • 450 Jahre Altes Rathaus
    Buchvorstellung »Neue Forschungen zum Alten Rathaus« im Rahmen von »Leipzig liest«
    Hg. von Markus Cottin, Detlef Döring und Cathrin Friedrich im Auftrag des Leipziger Geschichtsvereins e.V.
    18. März 2010, 20:00 Uhr, Stadtarchiv, Torgauer Straße 74, 04318 Leipzig
     
  • Goethes Fräulein in Böhmen. Ulrike von Levetzow
    Buchvorstellung und Vortrag von Peter Uhrbach
    19. März 2010, 19:30 Uhr, Café im Palmenhaus, Schulstraße 11, 04463 Güldengossa
     
  • Leipziger Beiträge zur Wagner-Forschung 2
    Buchvorstellung »Internationales Kolloquium 1983 in Leipzig«
    Richard Wagner – Leben, Werk und Interpretation
    Hg. vom Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V.
    20. März 2010, 18:00 Uhr, Alte Nikolaischule, Leipzig
     
  • Katharina Kippenberg. Herrin der Insel
    Buchvorstellung und Führung durch das Graphische Viertel
    mit Sabine Knopf
    21. März 2010, 10:00 Uhr, Lesecafé im Haus des Buches, Gerichtsweg 28, Leipzig
     
  • Katharina Kippenberg. Herrin der Insel
    Buchvorstellung im Bibliophilenverband Leipzig
    mit Sabine Knopf
    30. März 2010, Haus des Buches, Gerichtsweg 28, Leipzig
  • Präsentation des Jahrbuchs Stadtgeschichte 2009
    durch den Leipziger Geschichtsverein e.V.
    21. April 2010 voraussichtlich 17:00 Uhr, Universitätsbibliothek in der Beethovenstraße 6,  Leipzig
     

Anlässe:

Unserem Autor Manfred Müller, der für die zahlreichen Rundblick-Publikationen über ein halbes Jahrhundert steht, gratuliert der Verlag herzlich zum 80. Geburtstag. Man darf gespannt sein auf weitere Veröffentlichungen aus seiner Feder ...

Anlässlich des 80. Geburtstages unseres Autors Ralf Bachmann, von dem jüngst der Band »Ich habe alles doppelt gesehen« erschienen ist, legt der Verlag die dritte, erweiterte Auflage seines wohl persönlichsten Buches »Die Bornsteins« vor.
Glücklicherweise hat das Erscheinen der »Bornsteins« bislang nicht nur ein lebhaftes Echo ausgelöst, sondern auch eine Reihe unbekannter Details zur Familiengeschichte zutage gefördert. So konnte diese dritte Auflage in mehreren Kapiteln ergänzt und um ein neues Kapitel erweitert werden – in jedem Fall ist es eine Bereicherung und Aktualisierung der bisherigen Ausgaben. Und auch hier blicken wir erwartungsvoll auf die nächsten Veröffentlichungen ...
 

Rezensionen:

»Die Buchstadt Leipzig – Mythos und Symbole ist der Titel einer soeben im Sax-Verlag erschienenen Edition aus der Feder von Sabine Knopf, die sich um die Aufarbeitung der Leipziger Kulturgeschichte bereits mehrfach verdient gemacht hat. Am 19. Februar 2008 stellte die Autorin das Buch in einer Veranstaltung des Leipziger Bibliophilen-Abends vor und zog weit über 100 Interessenten ins Haus des Buches. Auch nach dem beispiellosen Niedergang der Buchstadt im Gefolge der Wende ist also das besondere »Buchklima« Leipzigs lebendig geblieben. Im Vortrag von Sabine Knopf ging es allerdings vorzugsweise um die glanzvollen Seiten, in denen Leipzigs Verleger, Buchhändler und Druckereibesitzer ihre herausgehobene Stellung und die Bedeutung ihrer Unternehmen durch repräsentative Bauten zur Schau stellten. Als Symbole der Buchstadt Leipzig galten bis zum Zweiten Weltkrieg die imposanten Vereinsgebäude des Buchwesens: das Deutsche Buchhändlerhaus, das Deutsche Buchgewerbehaus und die Deutsche Bücherei. Große, oft mehrtägige Gutenbergjubiläen sowie die seit dem 19. Jahrhundert alljährlichen Kantatefeiern zur Messe waren für Leipzigs Buchhandel und Buchgewerbe willkommener Anlaß, Traditionen wie neue Errungenschaften zur Schau zu stellen. Im 20. Jahrhundert war Leipzig Schauplatz der Weltausstellung Bugra (1914) und der Internationalen Buchkunst-Ausstellungen, deren letzte 1989 stattfand. – Für das Schmuck- und Repräsentationsbedürfnis der Vertreter des Buchgewerbes und -handels spielten die Symbole dieser Berufszweige Merkur, Minerva und Typographia, Adler, Greif und Druckerwappen, Eule, Schwan und Pegasus eine wichtige Rolle. Fassaden und Interieur vieler Bauten waren mit diesen Symbolen und Allegorien geschmückt und kündeten von Selbstgefühl, Wohlstand und kulturellem Anspruch der Leipziger Buchhändler, Verleger und Drucker. Verlagssignete, Akzidenzen, Vereinsfahnen, Speisekarten zu Vereinsfesten trugen diese Symbole, denen Sabine Knopf in ihrer Abhandlung nachgeht. In dem reich bebilderten Band findet man dafür mannigfachige Beispiele, viele von ihnen allerdings nur  noch durch historische Aufnahmen dokumentiert, da die Originale Opfer von Krieg und Nachkriegszeit wurden. Aber auch für etliche noch erhaltene Details und manches bedeutsame Gebäude ist es, wie zu befürchten, eine Bestandsaufnahme in letzter Minute. – Jochen Möller, dem die Fotographien zu danken sind, hatte vergrößerte Abzüge angefertigt, die pünktlich zur Veranstaltung im Foyer des Hauses in einer kleinen, sehenswerten Ausstellung zu besichtigen waren. – Das flüssig geschriebene Buch von Sabine Knopf, das diese und viele weitere Abbildungen enthält, ist im Handel und beim Verlag zu erwerben (ISBN 978-3-86729-025-8; 18 Euro)«
Rezension von Herrn Kästner aus »Marginalien«, Juni 2008

Ich habe alles doppelt gesehen
Erkenntnisse und Einsichten eines Journalisten. 40 Reportagen und Artikel aus dem geteilten und dem vereinten Deutschland (1948–2008)
»Ein prominenter Journalist ist Ralf Bachmann nie gewesen. Er war immer einer von den ganz normalen Unauffälligen dieser Berufsgruppe, in der es wimmelt von sich selbst überschätzenden Eitlen. In seinem 80. Lebensjahr hat Bachmann 40 Artikel und Reportagen aus 60 Jahren publizistischer Arbeit zusammengestellt. Was diese Rückschau so beachtlich macht, sind nicht nur Bachmanns thematische Vielseitigkeit, sein besonderer Blick und seine hintergründige Ironie, sondern die Bereitschaft und Fähigkeit zur kritischen Selbstbetrachtung seines journalistischen Wirkens in der DDR »zwischen Wahrheit und Parteilichkeit«.
Freimütig gibt Bachmann zu, »mitgemacht, nicht energisch genug widersprochen« zu haben, er gesteht Irrtümer ein und korrigiert sich nachträglich. Damit hat er ein Beispiel für Belehrbarkeit gegeben.
Bachmanns Buch ist aber keine Selbstbespiegelung, sondern ein kleines Kaleidoskop deutscher Geschichten und Geschichte von Grimma in Sachsen und Bonn am Rhein über einen Kibbuz bei Haifa bis Blumenau in Brasilien. Das Buch bietet eine anschauliche und amüsante Lektüre.«
Kurzrezension Helmut Lölhöffel  (in: Das Parlament, Nr. 14, 2009, Angelesen)

Ein aufrichtiger, knorriger Sozialist
http://www.vorwaerts.de/artikel/ein-aufrichtiger-knorriger-sozialist
Sein Weg führte ihn »vom überzeugten, dogmengläubigen FDJler zum tolerierenden linken Demokraten, der Marx zwar nicht abgeschworen hat, ihn jedoch nun auch durch die Brille Willy Brandts zu sehen lernte« – so hat er sich selbst beschrieben. Im Laufe seines Lebens suchte er »in dem Wort Sozialist einen neuen Sinn« und fand ihn: als »Verpflichtung zum Handeln, wofür das leider abgenutzte und missbrauchte Wort Solidarität steht«.
Diese Haltung führte ihn nach 1989 in den Freundeskreis um Wolfgang Thierse, ins Kulturforum der SPD und in den Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten, und er wurde Autor des im Vorwärts-Verlag erscheinenden »Blick nach rechts« (bnr.de). In seinen Büchern »Ich bin der Herr. Und wer bist du?« (Berlin 1995) und »Ich habe alles doppelt gesehen« (Beucha 2009) hat Bachmann seine Erkenntnisse und Einsichten selbstkritisch, aber nicht selbstanklagend dargestellt. »Ich habe ihn als aufrichtigen, knorrigen Menschen kennengelernt, der mit seiner und unserer Geschichte ehrlich und selbstbewusst umgeht«, würdigte Wolfgang Thierse ihn zum 80. Geburtstag.

Ein Journalistenleben
Bachmann ist am 29. Dezember 1929 in Crimmitschau (Sachsen) geboren. Er war Journalist bei den »Nachrichten für Grimma«, der »Leipziger Volkszeitung« und der Zeitung »Neuer Tag« in Frankfurt/Oder. Danach gelangte er ins Presseamt beim Ministerpräsidenten der DDR. 30 Jahre lang arbeitete er dann als Redakteur, Korrespondent, unter anderem in Prag und in Bonn, sowie in Leitungsfunktionen bei der staatlichen DDR-Nachrichtenagentur Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienst (ADN).
1989/90 war er den DDR-Regierungen unter Hans Modrow und Lothar de Maiziere  stellvertretender Regierungssprecher bzw. Abteilungsleiter im Ministerium für Medienpolitik. Jetzt lebt der vergnügte und fußballbegeisterte Achtziger mit seiner Frau Inge als Autor in Berlin.